Wappengalerie


Wappen der Meinhardiner


Stammwappen der Herren von Graben

Die älteren Zweige der Herren von Graben in Krain, Steiermark und in Kärnten führten ein anderes Wappen als der Zweig auf Schloss Kornberg, von wem die Graeff΄schen Familien entstammen.

 

Aber: Die "Abrahamsche Linie Op den Graeff" führte das Stammwappen der Herren von Graben und nicht wie die "Pietersche Linie De Graeff" das Von Graben-Wappen mit dem Spaten.


Wappenvariante Von Graben und (Stamm)wappen (De) Graeff

Stammwappen der Herren von Graben, "Kornberger Linie" aus dem steirischen Zweig sowie des Geschlechts (De) Graeff

 

 

Erklärung:

Die Helmzier mit den Straußenfedern rührt von den Gözern, den Meinhardinern, die diese auch als Herzöge von Kärnten in Verwendung hatten


(De) Graeff, Vorrausschau Wappentafeln- und siegeln 1578-1885

Nederlands Adelsboek (1914). Über das Geschlecht De Graeff


Stammwappen (De) Graeff, welches wohl erst ab Pieter Graeffs (geb. 1484) Sohn Jan Pietersz (1512-1553)  in Verwendung stand

 

 

Erklärung:

Die Schaufel wurde dem Wappen der Herren von Graben entnommen.

Der Falke steht für das Graeff΄sche Landgut Valckeveen (später Valckenburg genannt) in Gooiland


Älteste bekannte Abbildung des Stammwappen (Dirck Jansz Graeff, 1532-1589)


De Graeff-(Stamm)Wappenvariante ab Ende des 16. Jahrhunderts 

 

 

Erklärung:

Zum Unterschied des Stammwappens wurde der Wappenschild geviertelt und anstatt des Falken die Schwäne der südholländischen Herrlichkeit Vredenhof hinzugefügt


Gravur des Wappens auf dem Sarg der 3. und 4. Generation der Familie, Familiengrab De Graeff, Oude kerk, Amsterdam

 

 

Erklärung:

Die Helmzier zeigt die Straußenfedern der Herren von Graben resp. der Meinhardiner Herzöge


Wappen der De Graeffschen Vrijheeren der Hohen und Freien Herrlichkeit Zuid-Polsbroek (1610 - 1870)

 

 

Erklärung:

Der Herschild mit den drei roten Rauten auf weißem Untergrund steht für die Hohe und Freie Herrlichkeit Zuid-Polsbroek


De Graeff-Wappen aus dem Jahr 1648 anlässlich der Grundsteinlegung für das Amsterdamer Rathaus Op den Dam, dem heutigen königlichen Stadtpalais

 

 

Erklärung:

Neben den Wappenbildern waren auch die Helmzier mit Straußenfedern der Herren von Graben und Meinhardiner und die Laubkrone vor der kaiserlichen Reichsritterbestätigung/Ernennung im Jahre 1677 in Gebrauch


De Graeff-Wappen eines weiblichen Familienmitglieds (1663)

 

 

Erklärung:

Die Frauenwappen wurden oval dargestellt


De Graeff-Stammwappen eines männlichen Familienmitglieds (1670/1681)

 

 

Erklärung:

Ab dem Beginn des 17. Jahrhunderts führten die Familienmitglieder (außer dem reichsritterlichen Zweig) ohne Herrschaftsrechte dieses vierfeldige Stammwappen


Österreichisches reichsritterliches Wappen (Diplom vom 19. juli 1677); verliehen von Kaiser Leopold I. an Andries de Graeff und dessen Sohn Cornelis

 

 

Erklärung:

Helmzier mit Straußenfedern von den Herren von Graben und den Meinhardinern

nach unten schauende weiße Schaufeln, mit Laubkronen gekrönt, auf rotem Untergrund

weiße Schwäne auf rotem Untergrund (Andries Herrlichkeit Vredenhof)


Allianzwappen mit den Baronen van Voorst tot Voorst, Familiengrab De Graeff, Oude kerk, Amsterdam (1703)

 

 

Erklärung:

Auf der heraldischen rechten Seite das Wappen der als höherer Adel geltenden Van Voorst, auf der heraldisch linke Seite das reichsritterliche Wappen De Graeff, hier mit aufrecht stehenden Spaten


Wappen von Gerrit de Graeff (1711-1752), Vrijheer von Polsbroek, Purmerland und Ilpendam, aus der Ilpenamer Herrenbank (Reformierte Kirche Ilpendam)

 

 

Erklärung:

Eingegangenes Allianzwappen mit der Familie Lestevenon

Neben den Schaufeln und dem Vredenhofschen Schwänen ist das Wappen der Lestevenon zu sehen. Der Herzschild zeigt das Wappen von Ilpendam und Purmerland; einerseits eine weiße Gans auf blauem Untergrund sowie einen roten und schwarzen Löwen auf gelbem Untergrund


Aufnahme in den neuen niederländischen Adel (1886)

 

 

Erklärung:

Wie reichsritterliches Wappen von 1677, nur mit aufrecht stehenden Schaufeln


Stammwappen der Herren von Graben und der Familie Op den Graeff

(Stamm)wappen der Herren von Graben in Krain, Steiermark und in Kärnten. Diese Zweige führten ein anderes Wappen als der Zweig auf Schloss Kornberg (Wappen mit dem Spaten), von welchem das Wappen der "Pietersche Graeff-Linie" herrührt.

 

Die Familie Op den Graeff aus der "Abrahamschen Graeff-Linie" führte dieses Stammwappen in der Hauptlinie bis in die 3. Generation (Anna op den Graeff van de Aldekerk, 1557-1613) ehe sie als "weiblicher Bastardzweig" das untenstehende Wappen übernahmen, welches noch heutzutage von den Familien Updegraff, Updegrove in den Vereinigten Staaten und der Familie Gräff in Bad Kreuznach (Deutschland) geführt wird.

 

 

Erklärung:

Die Helmzier mit den Straußenfedern rührt von den Görzern, den Meinhardinern, die diese auch als Herzöge von Kärnten in Verwendung hatten


Wappen der Op den Graeff (Updegraff, Updegrove), angenommener weiblicher Bastardast aus dem herzöglichen Haus Von der Marck

Wappen (links gesehen) des mennonitischen Herren-Bischof Hermann op den Graeff (1585-1642) aus Krefeld (Deutschland) aus dem Jahr 1630.

 

 

Erklärung:

Folgende Aussage über Hermann ist historisch nicht belegt und bestätigt:

 

Als natürlicher Sohn der Anna op den Graeff van de Aldekerk (1557-1613) und des klevischen Herzogs Johann Wilhelm von der Marck (1562-1609) führte er das klevische Schwanenwappen. Die Abbildungen stammen aus dem Jahr 1630 und sind Teil eines vierteiligen Glasfensters von Hermann op den Graeff.

Hermanns Nachfahren leben noch heutzutage in den Vereinigten Statten von Amerika und in Deutschland. Die seit dem 17. Jahrhundert in Bad Kreuznach ansässige Familie Gräff führt oder führte Hermanns Wappen das wie folgt beschrieben wird:

 

(Quelle: Deutsche Wappenrolle, Band XIII, Seite 15, registriert in Hüffelsheim, Kreis Kreuznach, 1690)

 

- Helmzier: ein über dem Helm nach rechts sich bewegender, wachsender Schwan mit nach vorne oben gekrümmten Hals, auf dem Kopf eine kleine Krone, mit geöffnetem Schnabel und herausgestreckter Zunge (der Kopf sieht wie der einer züngelnden Schlange aus).
- Helmdecken: nachlinks und rechts über den Schild ausgreifendes, geschwungenes Blattwerk, das wie geöffnete Flügel aus dem Schwan (Helmzier) herausragt.
- Helm: nach vorn geneigter Stechhhelm
- Schild: Halbrundschild
- Gemeine Figur: auf dem Wasse nach rechts schwimmender Schwan mit geöffneten Flügeln, Kopf weist über gekrümmten Hals nach unten (keine Krone)

Wappen der Groben (von Graben) für den Zweig Graff, Grove

Stammwappen der Graff, Grove (USA), aus der Familie Groben (Von Graben) aus Basel

 

Die Familie Grove führt dasselbe Stammwappen wie es die Familie Op den Graeff bis Anna op den Graeff van de Aldekerk (1557-1613), dh in der männlichen Linie, führte.

 

 

Quelle:

Wapppenbuch der Stadt Basel, von B. Meyer-Kraus, 1880