Stammesgeleiche Familie Orsini-Rosenberg


Das frühere Palais Rosenberg in Klagenfurt in welchem gegenwärtig das Rathaus untergebracht ist
Das frühere Palais Rosenberg in Klagenfurt in welchem gegenwärtig das Rathaus untergebracht ist

Die Wurzeln der ehemals hochadeligen Familie Orsini-Rosenberg liegen im 13. Jahrhundert im Grazer Raum. Dort am Schloss Alt-Grabenhofen, zwischen dem Reinerkogel und dem namensgebenden Rosenberg, residierte ein Zweig der edelfreien Herren von Graben. Der erste urkundlich erwähnte Vertreter der Rosenberger war Konrad ab dem Roesenperg, welcher im Jahre 1322 in Erwähnung trat. Es erscheint möglich dass Konrad ident mit Konrad II. (vom) ab dem Graben war, oder mit diesem im Naheverhältnis gestanden ist.

 

Im ausgehenden Mittelalter verlagerte die Familie ihren Schwerpunkt nach Kärnten wo sie im Laufe der Zeit die Herrschaften Lerchenau, Mageregg und Grafenstein erwarben. Die ursprünglich dem Ritterstand zugehörige Familie wurde 1633 mit Johann Andreas von Rosenberg (1600–1667) in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Derselbige wurde 1648 in den Grafenstand erhöht. Seine Söhne, die Brüder Georg Nicolaus (1623–1695) und Wolfgang Andreas von Rosenberg (1626–1695) gelangten 1681 in den erblichen Reichsgrafenstand und konnten zwei Jahre später die Erlaubnis zur Umbenennung in „Ursini-Rosenberg“ bzw. „Orsini-Rosenberg“ erwirken. Mit der kaiserlichen Erlaubnis zum Tragen des Namens ''Orsini'' sollte die von Rosenbergischen Genealogen angestrebte  Abstammung vom römischen Adelsgeschlecht der Orsini untermauert werden. Eine weitere Abstammungstheorie behauptet dass die Familie von den böhmischen Rosenberger entsprang. Beide Abstammungstheorien wurden aufgrund der bewiesenen Abstammung aus der Familie der Herren von Graben verworfen.

 

1790 wurde Franz Xaver Wolfgang von Orsini-Rosenberg (1726–1795) in den Reichsfürstenstand (Primogenitur) erhoben. In der Ersten Hälfe des 19. Jahhrunderts erlangte die Familie das Erblandhofmeisteramt von Kärnten, welches bis 1918 in den Händen der Orsini-Rosenberg verblieb. Ebenfalls bis zum Ende der Monarchie war das jeweilige Familienoberhaupt seit 1861 erbliches Mitglied des Herrenhauses des österreichischen Reichsrates.