Graeff΄sche Ahnenbilder


informative Note

DIE GENEALOGISCHE VERBINDUNG ZUR ABSTAMMUNG BEIDER GRAEFFSCHEN FAMILIEN AUS DEM HAUS DER VON GRABEN BASIERT BEI DEM ZWEIG (DE) GRAEFF AUF DEREN STAMMHERREN UND DEM STAMMWAPPEN AUS DEM 16. JAHRHUNDERT, DASS DAS WAPPEN DER VON GRABEN ZEIGT, SOWIE AUF DER KAISERLICHEN URKUNDEN UND ABSTAMMUNGSBESTÄTIGUNGEN AUS DEM 17. JAHRHUNDERT UND AUS SPÄTEREN JAHRHUNDERTEN.

 

BEI DEN OP DEN GRAEFF BASIERT DIE ABSTAMMUNG AUF DEN SCHEUTEN MANUSKRIPTEN AUS DEM 16. JAHRHUNDERT SOWIE DEN ÜBERLIEFERTEN WERKEN GABRIEL BUCELINS (BINCELINT, BUCCELINI, BINCALINI) AUS DER MITTE DES 17. JAHRHUNDERTS.

 

EINE BEIDE FAMILIEN VEREINENDE ÜBERLIEFERUNG BASIERT AUF DEN FORSCHUNGEN DES AMSTERDAMER PIETER DE GRAEFF (1636/1707).


Übersicht

ANGENOMMENE ABSTAMMUNG DER GRAEFF΄SCHEN LINIEN

I)

SIEGHARDINGER

     MEINHARDINER

          HERREN VON GRABEN

               GRAEFF΄SCHE PIETERSCHE UND ABRAHAMSCHE LINIE

II)

SIEGHARDINGER

     MEINHARDINER

          HERREN VON GRABEN

               GRAEFF΄SCHE ABRAHAMSCHE LINIE ( über die männliche Linie aus dem HAUS VON DER MARK -MARCK ---> unbewiesen und angezweifelt)

                         GRAEFF΄SCHE ABRAHAMSCHE (WEIBLICHE BASTARD) LINIE

Herren von Graben

"DAß ICH GRABE BÜRGT MEIN HABE"

 

"ICH BAUE, INDEM ICH HAUE"


Schloss Kornberg, eine der Residenzen der Herren von Graben
Schloss Kornberg, eine der Residenzen der Herren von Graben

Als angenommener Stammherr der beiden Graeff-Linien gilt Herr Wolfgang von Graben (1465-1521). Seine beiden angenommenen Söhne Pieter Graeff (geb. 1484) und Abraham op den Graeff (1485-1561) traten als Begründer der Pieterschen und der Abrahamschen Linie auf.

 

Die Herren von Graben, auch von (dem) Graben, ab dem Graben sowie vom Graben   genannt, waren ursprünglich in Krain (heutiges Slowenien) begütert. Die früheste Nennung datiert aus dem Jahre 1170. Als Stammherren der Herren von Graben, der meinhardinischen Bastardlinie, kommen wohl die beiden meinhardinischen (Pfalz)Grafen Meinhard I. (* um 1070; † 1142) und Engelbert I. († 1122) in Frage.

     

Von Krain gelangte die Familie ab dem 13. Jahrhundert in die Steiermark, nach Niederösterreich, Kärnten und Tirol.. Aus einem der steirischen Familienzweige, der auf dem zwischen dem Grazer Reinerkogel und dem Rosenberg gelegenen Schloss Alt-Grabenhofen residierte, entstammte Anfang des 14. Jahrhunderts das hochadelige Geschlecht Orsini-Rosenberg. Im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts hatten die Herren von Graben viele hohe Ämter als Landeshauptleute, kaiserliche Burggrafen, Ratsherren und Hauptmänner inne. In dieser Zeit konverierte die steirische Linie auf Kornberg zum Protestantismus. Der kärtnerische-osttirolerische Zweig konnte  in der Stadt Lienz  größere Bedeutung erlangen, da sie dieses Gebiet als Nachfolger der meinhardinischen Grafen von Görz Lienz und Osttirol als Statthalter und Burggrafen für die Habsburger verwalteten. Das Geschlecht starb 1776 mit Felix Jakob von Graben aus.

 

siehe auch: Wolfgang von Graben und Schloss Kornberg

Geografische Übersicht über die österreichischen, italienischen und slowenischen Herrschaften und Besitztümer der Herren von Graben, 1170-1664 (1776), (unvollständig)

Stammschloss Graben, Grad Graben in Novo mesto (Rudolfswerth, Slowenien)

Dynastie der Meinhardiner

Herzogseinsetzung eines meinhardinischen Herzogs von Kärnten auf dem Zollfeld
Herzogseinsetzung eines meinhardinischen Herzogs von Kärnten auf dem Zollfeld

Als Stammherren der Herren von Graben gelten im 12. Jahrhundert die Pfalzgrafen Engelbert I. oder Meinhard I. von Kärnten.

 

 

Die Meinhardiner (Grafen von Görz und Tirol, Herzöge von Kärnten, Markgrafen von Istrien, König von Tschechien und Polen etc) waren eine mittelalterliche Fürstendynastie im Südosten des Heiligen römischen Reiches.  

     

Die Familie der Meinhardiner, nach ihrem Leitnamen Meinhard benannt, stammte ursprünglich aus bayerischem Hochadel und tauchte erstmals im 11. Jahrhundert auf. Die Abstammung der seit 1107 genannten Grafen Meinhard I. und Engelbert I. von Görz ist im Detail nicht geklärt. Es ist anzunehmen dass sie Söhne des Pustertaler Grafen Meginhard aus dem Geschlecht der Sieghardinger (abstammend aus dem Raum der Flüsse Rhein-Neckar; ua. Grafen des bayrischen Chiemgau, begütert im salzburgischen und tirolerischen) waren, von jenem Geschlecht wahrscheinlich auch die Stauferkaiser abstammten.

     

Um 1120 erscheinen die Meinhardiner als Grafen von Görz, erbten durch Heirat 1253 die Grafschaft Tirol und nannten sich seitdem Grafen von Görz und Tirol. Um 1271 entstanden durch Ernteilung die Linien Görz und Tirol. Die Tiroler Linie erhielt 1286 das Herzogtum Kärntzen, in dessen Besitz es bis zu deren erlischen im Jahr 1335 verblieb. Die fürstlich-gräfliche Görzer Linie erlosch 1500 mit dem Tod Leonhards von Görz. Ihre Besitzungen fielen wie die der Tiroler Linie aufgrund eines Erbvertrages ebenfalls an die Habsburger

Hochadelige Sippe der Sieghardinger

Die Schallaburg bei Melk. Auch diese Anlage ist im Besitz einer Nebenlinie der Sieghardiner, der Grafen von Burgausen-Schalla gestanden.
Die Schallaburg bei Melk. Auch diese Anlage ist im Besitz einer Nebenlinie der Sieghardiner, der Grafen von Burgausen-Schalla gestanden.

Als Stammherren der Meinhardiner gilt Graf Meginhard (Meinhard) im Pustertal.

 

Die Sippe der Sieghardinger hatte ihren Ursprung im Rhein-Neckar Raum (wohl im Gebiet des heutigen deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz). Der erste urkundlich erfasste Sieghardinger ist der germanische Adelige Sigihelm, Graf im Speyergau, (gest. 765 n. Chr.), der somit zum ältesten Ahnherr der Graeff΄schen Familien wurde.

 

In weiterer Folge breiteten sich die Sieghardinger im bayrischen und österreichischen Raum aus. Sie beherrschten u. a. den Kraichgau, den Ciemgau, Gebiete des Pinzgaus, Pongaus, Flachgaus, Inntals und des Pustertals. Auch waren sie Markgrafen von Kärnten und Istrien sowie Grafen von Ebersberg. Eine Nebenlinie waren die Grafen von Tengling von denen wiederum die Grafen von Burghausen-Schala, Peilstein, Mörle und Kleeberg entstammten. Die bedeutensten Abkömmlinge der Sieghardiner waren neben den Meinhardiner die Staufer, die als Herzöge von Schwaben und als römisch-deutsche Kaiser und Könige zu nachhaltigem geschichtlichen Interesse wurden.