Graeff΄sche Ahnenbilder


informative Note

DIE ABSTAMMUNG DER FAMILIE (DE) GRAEFF AUS DEM HAUS DER VON GRABEN BASIERT AUF DEREN STAMMWAPPEN AUS DEM 16. JAHRHUNDERT, WELCHES DAS WAPPEN DER VON GRABEN ZEIGT. WEITERS EXISTIEREN KAISERLICHE URKUNDEN, GENEALOGIEN UND ABSTAMMUNGSBESTÄTIGUNGEN AUS DEM 17. JAHRHUNDERT.

 

BEI DER FAMILIE OP DEN GRAEFF BASIERT DIE ABSTAMMUNG AUF DEN SICH IN DEN VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA BEFINDLICHEN "SCHEUTEN MANUSKRIPTEN" AUS DEM 16. JAHRHUNDERT SOWIE DEN ÜBERLIEFERTEN WERKEN GABRIEL BUCELINS (BINCELINT, BUCCELINI, BINCALINI) AUS DER MITTE DES 17. JAHRHUNDERTS.

 

EINE BEIDE FAMILIEN VEREINENDE GENEALOGISCHE ÜBERLIEFERUNG BASIERT AUF DEN FORSCHUNGEN DES AMSTERDAMER PIETER DE GRAEFF (1636/1707).


A) Herren von Graben

"DAß ICH GRABE BÜRGT MEIN HABE"

 

"ICH BAUE, INDEM ICH HAUE"

Wappen Wolfgang von Graben aus der "Kornberger Linie"
Wappen Wolfgang von Graben aus der "Kornberger Linie"
Wappen der Herren von Graben, Archiv Matthias Laurenz Gräff
Beide Wappenavarianten der Herren von Graben; Stammwappen (Schrägbalkenwappen) und Schaufelwappen (ua "Kornberger Linie")

Schloss Kornberg, eine der Residenzen der Herren von Graben
Schloss Kornberg, eine der Residenzen der Herren von Graben

Die Herren von Graben, auch von (dem) Graben, ab dem Graben sowie vom Graben genannt, waren ursprünglich in Krain (heutiges Slowenien) begütert. Die früheste Nennung datiert aus dem Jahre 1170 auf deren Stammsitz Graben in Rudolfswerth. Als Stammherren dieser Bastardlinie aus dem Haus der Meinhardiner, Grafen von Görz, könnten (Pfalz)Graf Meinhard I. (* um 1070; † 1142) oder Engelbert I. († 1122) in Frage kommen.

     

Von Krain gelangte die Familie ab dem 13. Jahrhundert in die Steiermark, nach Niederösterreich, Kärnten und Tirol. Aus einem der steirischen Familienzweige, der auf dem zwischen dem Grazer Reinerkogel und dem Rosenberg gelegenen Schloss Alt-Grabenhofen residierte, entstammte Anfang des 14. Jahrhunderts das hochadelige Geschlecht Orsini-Rosenberg. Im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts hatten die Herren von Graben viele hohe Ämter als Landeshauptleute, kaiserliche Burggrafen, Ratsherren und Hauptmänner in der Steiermark und Kärnten inne. Die steirische Linie auf Schloß Kornberg konvertierte in den 1520er Jahren zum Protestantismus. Von dort stammte auch der Graeffsche Stammherr Wolfgang von Graben (1465-1521) ab. Der kärtnerische-osttirolerische Zweig auf Burg Sommeregg, in Lienz und auf Schloß Stein konnte größere Bedeutung erlangen, da sie nach dem Absterben der Meinhardiner Grafen von Görz Lienz und Osttirol als Statthalter und Burggrafen für die Habsburger verwalteten. Das Geschlecht starb 1776 mit Felix Jakob von Graben aus.

 

siehe auch: Wolfgang von Graben und Schloss Kornberg

a) Geografische Übersicht über die österreichischen, italienischen und slowenischen Herrschaften und Besitztümer der Herren von Graben, 1170-1664 (1776), (unvollständig)

b) Stammschloss Graben, Grad Graben in Novo mesto (Rudolfswerth, Slowenien)

Β) Dynastie der Meinhardiner

Herzogseinsetzung eines meinhardinischen Herzogs von Kärnten auf dem Zollfeld
Herzogseinsetzung eines meinhardinischen Herzogs von Kärnten auf dem Zollfeld

Als Stammherren der Herren von Graben gelten die Meinhardiner.

 

Die Meinhardiner (Grafen von Görz und Tirol, Herzöge von Kärnten, Markgrafen von Istrien, König von Tschechien und Polen etc) waren eine mittelalterliche Fürstendynastie im Südosten des Heiligen römischen Reiches.  

     

Die Familie der Meinhardiner, nach ihrem Leitnamen Meinhard benannt, stammte ursprünglich aus bayerischem Hochadel und tauchte erstmals im 11. Jahrhundert auf. Die Abstammung der seit 1107 genannten Grafen Meinhard I. und Engelbert I. von Görz ist im Detail nicht geklärt. Es ist anzunehmen dass sie Söhne des Pustertaler Grafen Meginhard aus dem Geschlecht der Sieghardinger (abstammend aus dem Raum der Flüsse Rhein-Neckar; ua. Grafen des bayrischen Chiemgau, begütert im salzburgischen und tirolerischen) waren, von jenem Geschlecht wahrscheinlich auch die Stauferkaiser abstammten.

     

Um 1120 erscheinen die Meinhardiner als Grafen von Görz, erbten durch Heirat 1253 die Grafschaft Tirol und nannten sich seitdem Grafen von Görz und Tirol. Um 1271 entstanden durch Ernteilung die Linien Görz und Tirol. Die Tiroler Linie erhielt 1286 das Herzogtum Kärntzen, in dessen Besitz es bis zu deren erlischen im Jahr 1335 verblieb. Die fürstlich-gräfliche Görzer Linie erlosch 1500 mit dem Tod Leonhards von Görz. Ihre Besitzungen fielen wie die der Tiroler Linie aufgrund eines Erbvertrages ebenfalls an die Habsburger