Graeff΄sche Ahnenbilder

Anmerkung: Belegbare Ahnen der (De) Graeff, aber nicht der Op den Graeff, deren Abstammung aus dem Haus der Graben genealogisch nicht nachgewiesen wird


Genealogischer Überblick

Sieghardinger resp. Meinhardiner zu Graeff

Abstammungen der Sieghardinger / Meinhardiner inklusive Abstammungen der Graben

I) Herren von Graben

"DAß ICH GRABE BÜRGT MEIN HABE"

 

"ICH BAUE, INDEM ICH HAUE"

Stammwappen der Herren von Graben (Schräglinksbalken)
Stammwappen der Herren von Graben in Krain und der Steiermark
Graben zu Kornberg
Wappen Wolfgang von Graben aus der "Kornberger Linie" in der Steiermark
Wappen der Herren von Graben, Archiv Matthias Laurenz Gräff
Beide Wappenavarianten der Herren von Graben; Stammwappenvariante (Schrägbalkenwappen) und Schaufelwappen (ua "Kornberger Linie")

Kornberg, Von Graben
Schloss Kornberg, einer der Sitze der Herren von Graben

Die Herren von Graben, auch von (dem) Graben, ab dem Graben, vom Graben, Grabner, De Valle und Von Thal, sowie Graben zu Kornberg, Graben zu Sommeregg, Graben von Stein, Graben zum Stein, Grabner zu Rosenburg genannt, waren ursprünglich in Krain (heutiges Slowenien) begütert. Die früheste Nennung datiert aus dem Jahre 1170 mit den Gebrüdern Conrad und Grisold vom Graben auf deren Stammsitz Graben in Rudolfswerth (Novo mesto, Slowenien).

 

Von Krain gelangte die Familie schon ab dem frühen 13. Jahrhundert in die Steiermark, und in weiterer Folge durch diverse Linien und Zweige nach Niederösterreich, Kärnten, Südtirol, Görz, Lienz, Tirol, der Schweiz sowie nach Franken. Aus einem der steirischen Familienzweige, der auf dem zwischen dem Grazer Reinerkogel und dem Rosenberg gelegenen Schloss Alt-Grabenhofen residierte, entstammte Anfang des 14. Jahrhunderts das hochadelige Geschlecht Orsini-Rosenberg.

 

Im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts hatten die Herren von Graben viele hohe Ämter als Landeshauptleute, kaiserliche Burggrafen, Ratsherren und Hauptmänner in der Steiermark und Kärnten inne. Die steirische Linie auf Schloß Kornberg konvertierte in den 1520er Jahren zum Protestantismus. Von dort stammte auch der angenommene Graeffsche Stammherr Wolfgang von Graben (1465-1521) ab. Der kärtnerisch-osttirolerische Zweig auf Burg Sommeregg, in Lienz und auf Schloß Stein konnte größere Bedeutung erlangen, da sie nach dem Absterben der Meinhardiner Grafen von Görz Lienz und Osttirol als Statthalter und Burggrafen für die Habsburger verwalteten. Die Niederösterreichische Linie der Grabner (zu Rosenburg) gehörte zu den reichsten und einflussreichsten Geschlechtern Österreichs, und galt während der Reformationszeit als bedeutende Unterstützer des Protestantismus. Das Gesamtgeschlecht ist 1776 /1780 mit dem Tiroler Felix Jakob von Graben (zum Stein) ausgestorben.

 

Eine ausführliche Schilderung der Herren von Graben findet sich in der "Von Graben Forschung"

Geografische Übersicht über die österreichischen, italienischen und slowenischen Herrschaften und Besitztümer der Herren von Graben, 1170-1664 (1776), (unvollständig)

Besitztümer der Herren von Graben
Herrschaft Graben in Krain

 

 

Das namensgebende Schloss und die Herrschaft Graben waren zwischen ca 1170 und ca 1520 in Besitz diverser Linien der Herren von Graben

Burggrafschaft Lienz

 

 

Burggrafschaft von Lienz, 1500 bis 1507 unter Verwaltung von Virgil von Graben

Stammschloss Graben in Rudolfswerth (Grad Graben in Novo mesto, Slowenien)

II) Dynastie der Meinhardiner

Herzogseinsetzung eines meinhardinischen Herzogs von Kärnten auf dem Zollfeld
Herzogseinsetzung eines meinhardinischen Herzogs von Kärnten auf dem Zollfeld

Als Stammherren der Herren von Graben gelten die Meinhardiner.

 

Die Meinhardiner (Grafen von Görz und Tirol, Herzöge und Pfalzgrafen von Kärnten, Markgrafen von Istrien sowie König von Tschechien und Polen etc) waren eine mittelalterliche Grafen- und Fürstendynastie im Südosten des Heiligen Römischen Reiches.

   

Die Familie der Meinhardiner, nach ihrem Leitnamen Meinhard benannt, stammte ursprünglich aus bayerischem Hochadel und tauchte erstmals im 11. Jahrhundert auf. Die Abstammung der seit 1107 genannten Grafen Meinhard I. und Engelbert I. von Görz ist im Detail nicht geklärt. Es ist anzunehmen, dass sie Söhne des Pustertaler Grafen Meginhard aus der Sippe der Sieghardinger (abstammend aus dem alten Schwaben, Kraichgau im Raum der Flüsse Rhein-Neckar; ua. Grafen des bayrischen Chiemgau, begütert im salzburgischen und tirolerischen) waren.

 

Um 1120 erscheinen die Meinhardiner als Grafen von Görz, erbten durch Heirat 1253 die Grafschaft Tirol und nannten sich seitdem Grafen von Görz und Tirol. Um 1271 entstanden durch Erbteilung die meinhardinischen Linien Görz und Tirol. Die Tiroler Linie erhielt 1286 das Herzogtum Kärnten, in dessen Besitz es bis zu deren Erlöschen im Jahr 1335 verblieb. Die fürstlich-gräfliche Görzer Linie starb 1500 mit dem Tod von Graf Leonhard von Görz aus. Ihre Besitzungen fielen wie schon davor die der Tiroler Linie aufgrund eines Erbvertrages ebenfalls an die Habsburger

Herrschaftstitel der Meinhardiner